Bodenbelag aus natürlichen Bestandteilen: Linoleum

Die Linoleumplanken werden eingeschoben und eingeklickt. Foto: Forbo Flooring
Die Linoleumplanken werden eingeschoben und eingeklickt. Foto: Forbo Flooring

Den Linoleum-Boden selbst mit einem Klicksystem verlegen

An sich ist Linoleum ein Bodenbelag, der sich aus rein natürlichen, biologisch abbaubaren Bestandteilen zusammensetzt. Zu seiner Herstellung werden Leinöl, Holz- oder Korkmehl, Naturharze, Kalksteinmehl und weitere mineralische Füllstoffe sowie natürliche Farbstoffe miteinander vermischt und dann auf einen Gewebeträger aus Jute aufgebracht. Vom Leinöl (Latein „oleum lini) stammt auch der Name Linoleum. Es sei allerdings gleich zu Beginn daraufhingewiesen, dass inzwischen sehr viele Linoleum-Böden werkseitig einen Oberflächenschutz (wasserbasiertes Finish) aus Kunststoff erhalten. Das macht den Boden deutlich widerstandsfähiger und langlebiger.

Eigenschaften und Pflege von Linoleum

Linoleum hemmt durch seine Zusammensetzung das Wachstum von Bakterien. Dabei hat es aber keine kühle, sondern eine sehr wohnliche Ausstrahlung. Zudem lässt sich der Belag, im Gegensatz zu einem Korkboden , ohne Einschränkung mit einer Fußbodenheizung kombinieren . Bei Linoleum, das bereits werksseitig beschichtet wurde, ist eine Erstbehandlung nicht notwendig. Linoleumböden ohne Beschichtung müssen hingegen mit Hartöl oder Hartwachs eingepflegt werden. Grundsätzlich sind Linoleumböden durch ihre glatte Oberfläche leicht zu pflegen. Trotz einer optischen Tiefenstrukur ist ihre Oberfläche glatt, so dass Staub und Milben sich nicht festsetzen können.

Wie verlegt man Linoleum?

Für Bauherren eignen sich am besten Linoleumböden, die, wie ein Vinylboden, mit einem Klicksystem verlegt werden. Hierbei ist das Linoleum bereits werkseitig auf eine Holzfaserträgerplatte verklebt. Durch Nut- und Feder können die Platten bzw. Planken leicht ineinander gesteckt und fugenfrei verlegt werden – Trittschalldämmung inklusive.

Bahnenware sollte hingegen von einem Fachbetrieb verlegt werden. Nicht nur, weil die etwas unhandlichen Rollen zunächst zurechtgeschnitten und faltenfrei verlegt, sondern auch weil die Stöße mit einem Schmelzdraht verschlossen werden müssen.

Unser Profi-Tipp
Auf Grund seiner Bestandteile gehört Linoleum zu den wohngesunden Bodenbelägen. Daher sollte auch für die Pflege (und bei der vollflächigen Verklebung) unbedenkliche Produkte wie Naturharzkleber verwendet werden.

Sollte sich nach dem Verlegen ein gelblicher Schimmer auf dem Belag bilden, handelt es sich um den so genannten Trockenkammerfilm. Er verschwindet sobald das Linoleum dem normalen Tageslicht ausgesetzt wird.


Böden aus Linoleum: klicken oder kleben

Linoleum einfach per Klicksystem verlegen. Foto: Forbo Flooring

Sehr einfach ist das Verlegen eines Linoleumbodens mit dem bewährten Klicksystem, bei dem die Verlegeeinheiten in die Längsseite eingeschoben und an der kurzen Seite eingeklickt werden. Foto: Forbo Flooring

Linoleum einfach per Klicksystem verlegen. Foto: Forbo Flooring
Die zugeschnittenen Linoleumstücke brechen. Foto: Forbo Flooring

Mit einem Teppichmesser kann das Material eingeschnitten und anschließend gebrochen werden, wenn es notwendig ist, am Ende der Reihe Planken auf Maß zu schneiden. Foto: Forbo Flooring

Die zugeschnittenen Linoleumstücke brechen. Foto: Forbo Flooring
Die Linoleumplanken werden eingeschoben und eingeklickt. Foto: Forbo Flooring
Der Linoleumboden wird im Klicksystem verlegt wie ein Vinyl-Klickboden. Gerade bei mehrfarbigem Design sollte immer auch das Gesamtbild im Auge behalten werden. Foto: Forbo Flooring
Die Linoleumplanken werden eingeschoben und eingeklickt. Foto: Forbo Flooring

Unser Fazit

Das Verlegen des Linoleumbodens mit Klicksystem ist sehr einfach und kann im Prinzip analog zum Verlegen von Vinylböden mit Klicksystem gehandhabt werden.

 

Herstellerindex

Linoleum im KLicksystem www.forbo.de

Linoleum-Designböden www.forbo.de

Über Nina Greve 49 Artikel
Dipl. Ing. Nina Greve arbeitet als freie Fachjournalistin in Lübeck und ist unter anderem für die Fachmagazine bauhandwerk, dach+holzbau sowie die DBZ tätig.